Sprechstörungen bei Morbus Parkinson

Sie haben immer öfter eine heisere, belegte oder auch monotone Stimme und sprechen undeutlicher als früher?
Sie haben beim Sprechen ein "schweres" Gefühl in den Lippen oder der Zunge und Sie fühlen sich insgesamt körperlich verlangsamt?
Kommt es vor, dass Sie für Ihre Familie, Freunde und Bekannte immer schlechter zu verstehen sind?

Dann liegt bei Ihnen eventuell eine motorisch bedingte Sprechstörung (Dysarthrie) vor. Diese tritt sehr häufig bei Parkinson auf.
Eine Sprechstörung kann zu persönlichem Unwohlsein und sozialer Isolierung führen. In jedem Fall sind die Lebensqualität und die Teilnahme am sozialen Leben eingeschränkt.

Sprechstörungen können sich negativ auf Ihren Alltag auswirken:

  • Das Artikulieren fällt Ihnen schwerer als früher - oft sprechen Sie dadurch undeutlicher.
  • Sie werden bei Gesprächen und besonders am Telefon nicht mehr gut verstanden.
  • Beim Einkaufen können Sie nicht immer klar Ihre Wünsche formulieren.
  • Das Sprechen strengt Sie zusätzlich körperlich stark an.
  • Sie schämen sich für Ihr schlechtes Sprechen.
  • Andere Menschen reagieren negativ auf Ihr Sprechen.
  • Sie ziehen sich von Ihrer Umwelt zurück.


Sie können und sollten sich Hilfe suchen!

Wie behandeln Logopädinnen Sprechstörungen bei Parkinson?

Logopäden ermitteln in der Diagnostik den Schweregrad und die Symptome Ihrer Sprechstörung und besprechen mit Ihnen, wie Sie Ihrer Verständlichkeit verbessern können. In der logopädischen Therapie wird durch aktives Üben versucht, die Stimmfunktion zu verbessern und die Beweglichkeit von Lippen und Zunge wird trainiert.

Was können Sie im Alltag selbst tun?

  • Erhalten Sie sich Ihre körperliche Beweglichkeit! Sie ist Voraussetzung für deutliches Sprechen. Auch wenn es schwer fällt, versuchen Sie Ihre täglichen Übungen konsequent durchzuführen.
  • Versuchen Sie beim Sprechen überdeutlich zu artikulieren.
  • Achten Sie im Gespräch und insbesondere am Telefon auf eine laute Stimmgebung.
  • Teilen Sie Familie und Bekannten mit, dass Sie an Ihrem Sprechen üben. Diese vertrauten Bezugspersonen können Sie besonders gut unterstützen.
  • Nehmen Sie Ihre Medikamente nach Vorschrift ein.

Patienten mit Morbus Parkinson haben häufig auch Probleme mit dem Schlucken! 

 
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